Pokalkampf wird nicht belohnt

Man hätte es definitv besser haben können, was die Auslosung zum Kreispokal-Achtelfinale anging. Vor allem wenn man bedenkt mit welch‘ schwachen Leistungen diese Runde erreicht wurde.


Auch die Ansprache vor dem Spiel fiel Richter-typisch ruhig aus und verkörperte nicht diese Pseudo-Underdog-wir-können-alles-schaffen-Haltung. Das brauchte es auch gar nicht, denn trotz der Abwesenheit von P.Hennicke war von Beginn an klar, dass der Favorit hier und heute kein leichtes Spiel haben würde. Man muss natürlich sagen, dass auch beim Gast einige Stammkräfte pausieren mussten.
M. Hennicke hatte die undankbare Aufgabe T.Schurig in Manndeckung zu nehmen, machte das aber stark und nahm ihn von Beginn an aus der Partie. Dem Kreisoberliga-Krösus der letzten Saison fiel nach vorne nicht viel ein und kam dadurch zu keiner nennenswerten Torchance.
Nach 19 Minuten erkämpfte sich Barnitz im Mittelfeld den Ball, M.Hennicke schaltete schnell und brachte einen schicken Pass auf die linke Außenbahn auf A.Richter, der wiederum auf F.Hartung legte. F.Hartung behielt die Nerven und ließ dem Canitzer Schlussmann keine Chance, doch leider sah Schiedsrichter Rene Grzegorcyk ein vermeintliches Handspiel und zählte die Führung nicht.
23. Minute, Ecke für die Gäste, kein Canitzer am Ball - 0:1. Ein Eigentor brachte die unverdiente Führung. Doch wer nun dachte, dass Barnitz nun aufgab und die Kontrolle verlieren würde, der hatte sich getäuscht. Das Spielgeschehen weiterhin unverändert. Die Grün-Schwarzen Akteure gaben alles um den Faux-pas zu egalisieren. Ein vielversprechender Freistoß in der 30. brachte nichts Zählbares und auch ein klares Handspiel in der 34. Minute wurde nicht gegeben. Um diese Fehlentscheidung zu bestrafen kam kurzerhand die Exekutive zum Einsatz. Wirklich ungewohnte Szenen auf der Barnitzer Sportanlage, als der Schiedsrichter zur Halbzeit pfiff und ein Beamter zum Linienrichter eilte. Ein abgefahrener Spiegel war der Grund für diesen Einsatz, der auch noch dazu führte, dass sich die Spieler länger als gedacht auf die zweite Hälfte vorbereiten konnten. Außerdem drohte die Staatsmacht mit weiteren Sanktionen gegenüber Falschparkern am Straßenrand, sodass einige Fahrzeuge umgeparkt werden mussten, glücklicherweise ohne Alkoholkontrolle…
Doch auch diese Taktik der Canitzer ging nicht auf und das Spiel gestaltete sich nach Wiederanpfiff kaum anders als in Halbzeit 1. Barnitz am Drücker und darauf bedacht den Ball vom eigenen Torl fern zu halten und vorne die schnellen Stürmer zu suchen. Leider kam nichts bei rum. Gegen Ende der Partie versuchte es der Gast immer wieder mit Fernschüssen, die allerdings ebenfalls keine Punkte auf dem Torekonto brachten. Als sich die Heimelf gerade noch einmal aufbäumen wollte um eventuell in der Schlussphase noch den Ausgleich zu erzielen, nutzte T.Schurig die Offenheit der Defensive zum vorentscheidenden 0:2. In den Schlussminuten folgten auch noch Tor 3 und 4 für die Gäste, was letztendlich in dieser Höhe wohl nicht verdient war. Leider fühlten sich ein paar betagte Anhänger der Gäste noch dazu veranlasst die Barnitzer Coaching-Zone mit allerlei verbalem Nonsens vollzukauen, was nicht ganz dem Bild entspricht, was Canitz sonst immer verkörpert. Fair verabschiedeten sich die gelbtragenden Spieler von den unseren und attestierten eine klasse Leistung an den Kreisligisten. Hoffentlich kann man sich auch im nächsten Jahr wieder messen, dann aber endlich auf Ligaebene.
Unmittelbar im Anschluss an das Pokalspiel loste Thomas Napp höchst-himself die nächste Runde des Kreispokals aus. Im Vereinsheim entschied die Filmdose, dass auch im Viertelfinale ein Kreisoberligist das Navigationsgerät beanspruchen darf und von der Barnitz‘ Reserve geärgert werden kann.

LSV: R. Scheer, F. Kohl, B. Münch (R. Krumbiegel), J. Grübler, T. Weser, M. Hennicke, S. Grübler, P. Scheil, M. Kühne (M. Gültner), A. Richter, F. Hartung – P. Krumbiegel, S. Simon, 
 

Autor: L. Meyer

Bilder vom Spiel:

 

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