LSV holt nach gefühlter Ewigkeit mal wieder einen Dreier in Nossen

Eine Woche nach dem schmeichelhaften Pokalerfolg in Borna lag der Fokus wieder auf dem Ligabetrieb und die schwache Leistung aus der Vorsaison gegen den SV Lok Nossen sollte heute beim Derby im Muldental vergessen gemacht werden.

Während die zweite Mannschaft zeitgleich einen Punkt aus Leuben entführte, war das Ziel in Nossen klar: dem Tabellenführer aus Meißen auf den Fersen zu bleiben. Mit allen fitten Männern an Bord fuhr der schwarz-grüne Tross gestaffelt im Schatten des Schlosses auf den Vorplatz des Nossener Sportareals. Besondere Freude kam auf als auch P. Scheil wieder seine Fußballtreter warm lief. Ebenfalls wieder mit dabei S. Grübler sowie S. Meister. Dass der Anpfiff in der Vorwoche durch Verletzungspech seitens der Hausherren noch in den Sternen stand war heute nicht zu merken. Eine nicht zu unterschätzende Truppe von Fußballern stand den Gästen im Weg den Anschluss an die Spitze zu halten.

Die ersten Minuten ließen allerdings hoffen und so kombinierten sich die Barnitzer zu einigen guten Aktionen, jedoch ohne Erfolg. Dann drehten die „Nussner“ auf und schoben sich über die Außen immer wieder gefährlich vor das von R. Scheer gehütete Gehäuse. Um diesen Ansturm zu stoppen wussten sich die meisten nicht anders zu helfen als den Gegenspieler einige Male übertrieben lang zu legen. Was bei S. Meister drei Mal in Folge als klasse Tackling von statten ging, verschaffte T. Weser einen kurzen Einsatz zum Sonntag. Ob er den Kopf dabei schon am Tresen (Fassbier – wohlgemerkt – nur 2 Euronen) oder doch bei der morgigen Prüfung hatte bleibt offen. Nach drei jeweils gelbwürdigen Fouls reagierte S. Richter und brachte M. Gültner nach 37. Minuten. Irgendwie brachten die Barnitzer das Unentschieden über die Zeit und holten sich die berechtigte Kritik vom Coach ab. Als die Nossener schon wieder auf dem Platz standen fielen die letzten motivierenden Worte in der Kabine.

Der Aufforderung sich doch nun mal um 360° zu drehen wurde glücklicherweise nur zur Hälfte Folge geleistet und so drehten die Gäste von Beginn der zweiten Halbzeit ordentlich auf und erzielten in der 48.Minute das 0:1. F. Hartung stocherte das Leder nach schicker Vorarbeit von P. Hennicke über die Linie. Allerdings hielt der Barnitzer Andrang nicht allzu lange und es wurde weiterhin gefährlich. Nossen kämpfte sich durchs Mittelfeld, für den Schiedsrichter Ronny Steinicke meist mit unfairen Mitteln, und kassierte einige gelbe Kartons. Der über weite Strecken souveräne Schiedsrichter übersah dann jedoch ein klares Handspiel von J. Grübler und entschied trotz Absprache mit dem Linienassistenten nicht auf Elfmeter. Wahnsinniges Glück für die Gäste und berechtigte Proteste der Heimseite. Zum Ende der Partie hin übernahm Barnitz wieder das Zepter und vor allem M. Gültner konnte immer wieder die linke Seite für sich und den Ball beanspruchen. Kurz vor Schluss flog der linke Nossener Verteidiger nach einem taktischen Foul noch vom Feld und Barnitz zitterte sich zum Sieg. R. Scheer machte es vorher nochmal spannend und ließ den Herzkasper, nach einem missglückten Klärungsversuch im Strafraum, auf der Bank rumgehen. Glück gehabt.

Am kommenden Wochenende empfängt der LSV den Nachbarn aus Deutschenbora um 14 Uhr zum nächsten Derby. Bereits zum Sonnenzenitstand spielt die zweite Mannschaft gegen Lok Riesa!

LSV: R. Scheer, S. Meister, B. Münch, J. Grübler, T. Weser (M. Gültner), M. Hennicke, P. Hennicke, S. Grübler, M. Kühne (P. Scheil), A. Richter, F. Hartung

Autor: L. Meyer